Myoreflextherapie - durch Druckpunkt-Stimulation ins Gleichgewicht

Myoreflextherapie

Die Myoreflextherapie ist eine Behandlungsmethode der Muskulatur und wird als Schmerz- und Trauma-Komplementär-Therapie eingesetzt.

Myo- kommt von griechisch "mys" - "der Muskel".

Reflex kommt von lateinisch "reflexus" und bedeutet "Reaktion des Organismus auf eine Reizung seines Nervensystems".

Therapie stammt vom griechischen "therapeia" - "das Dienen" und steht für die Kranken- bzw. Heilbehandlung; sie stellt die Gesamtheit aller Maßnahmen zur Behandlung einer Krankheit dar.


Die von Dr. Kurt Mosetter entwickelte Myoreflextherapie bringt durch manuelle Druckpunktstimulation das Spannungsmuster Ihrer Muskulatur reflexartig ins Gleichgewicht.

Dadurch können Beschwerden des gesamten Bewegungsapparates behandelt werden, ob durch Verletzung, Verschleiß oder Fehlhaltung entstanden, oder auch infolge einer seelischenTraumatisierung.

Funktionelle Beschwerden innerer Organe können über deren Muskulatur ebenfalls behandelt werden.


Behandlung

Die Behandlung erfolgt in erster Linie über eine Druckpunktstimulation im Bereich von Muskelansätzen.

Bei Muskeln mit zu hoher Grundspannung werden Berührungsreize an den Muskalansätzen verstärkt wahrgenommen.

Durch einen allmählichen manuellen Druckanstieg am Muskel-Sehnen-Knochen-Übergang werden neuromuskuläre und bindegewebige Reaktionen ausgelöst.

In der Folge sinkt die zu hohe Spannung in der Muskulatur ab und die Schmerzen lassen nach.


Behandlungsdauer

Die erste Behandlung dauert inklusive einer ausführlichen Anamnese ca. 45 bis 60 Minuten.

Folgebehandlungen finden nach Bedarf statt und dauern ca. 30 bis 90 Minuten, je nach Beschwerdebild und vorheriger Absprache.

Für Vereine oder Gruppen sind Sonderregelungen je nach Anzahl und Dauer der Behandlungen möglich.

Entsprechend der Regulationsfähigkeit Ihres muskulären Systems stellen Sie eine Verbesserung Ihrer Beschwerden in der Regel schon nach ein bis drei Behandlungen fest.

Erfolgt in dieser Zeit keine Regulation, sind vorweg oder begleitend andere therapeutische Maßnahmen nötig.


Ziel

Bei der Myoreflextherapie geht es um die Auflösung einer zu hohen Grundspannung in der Muskulatur, wodurch Gelenke und Weichteilstrukturen entlastet werden.

Es kommt zur Wiederherstellung einer funktionstüchtigen und schmerzfreien Anatomie des Bewegungsapparates.

Damit einhergehend wird die Muskulatur auch von schmerzhaften Erinnerungen, alten Traumata, befreit, wodurch es auch emotional zu einer freieren "Beweglichkeit" kommt.

Bei dieser Befreiung des emotionalen Schmerzes kann es auf sanfte Weise zu einem erneuten Kontakt mit dem Erinnerungsinhalt eines Traumas kommen.
Eine psychotherapeutische Begleitung bietet in diesen Fällen eine ideale Ergänzung.

Eckpfeiler der Myoreflextherapie

  1. Anatomie
  2. Physik und Biomechanik des Bewegungsapparates
  3. Neurophysiologie und Neuropsychologie
  4. Psychologie, psychologische Medizin und Psychotraumatologie
  5. Phänomenologie und Erfahrungsmedizin
    a) der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) mit dem Akupunktur- bzw. Meridiansystem und der Tuina-Massage sowie
    b) der traditionellen indischen Medizin, dem Ayurveda mit den Marmapunkten
  6. Orthopädie mit der manuellen Medizin; insbesondere die Modifizierte Atlastherapie
  7. Osteopathie mit Triggerpunktbehandlung
  8. Physiotherapeutische Verfahren
  9. Neuraltherapie
  10. Überlegungen von Moshé Feldenkrais und Peter A. Levine


Literaturempfehlungen:

  • Die 4 Kräfte der Selbstheilung - Wie unser Körper wieder lernt, uns gesund und leistungsfähig zu machen; Dr. med. Kurt Mosetter, Anna Cavelius und Dr. med. Detlef Pape; GU Verlag
  • Kraft in der Dehnung - Ein Praxisbuch bei Stress, Dauerbelastung und Trauma; Kurt und Reiner Mosetter; Patmos Verlagshaus
  • Schmerzen heilen mit der KiD-Methode; Kurt und Reiner Mosetter; Patmos Verlagshaus
  • Beweglich sein - ein Leben lang - Die heilsame Wirkung körperlicher Bewußtheit. Mit einem Übungsprogramm; Thomas Hanna; Kösel Verlag
  • maxxF - Das Super-Krafttraining; Wend-Uwe Boeckh-Behrens; rororo Verlag

Myoreflextherapie (nicht nur) für Sportler

Sie sind Wanderer, Jogger, Marathon-Läufer, Radrennsportler, Mountainbiker, Motorradfahrer, Segler, oder treiben einen anderen Sport, der Ihren Bewegungsapparat herausfordert?

Sie sind gerne in der Eifel, vielleicht sogar am Rursee unterwegs?

Sie sind Einzelkämpfer, ein Verein oder haben sich als Gruppe zusammengeschlossen?

Die Myoreflextherapie wird von Profi-Sportlern geschätzt:

Eine stark beanspruchte Muskulatur kann schneller in ihre alte Flexibilität zurückfinden.

Dadurch können Verletzungen vermieden werden oder schneller heilen.

Ihre Beweglichkeit, Ihre Koordination und Ihre Kraft können sich verbessern.

Informieren Sie sich unter  0 24 44  91 44 62 6
 

Anwendungsbereiche

Durch eine Störung der Symmetrie des Bewegungsapparates und die damit verbundene dauerhafte Fehlbelastung, kann es zu vielfältigen Symptomen kommen:

Erkrankungen des gesamten Bewegungsapparates mit Muskeln, Sehnen, Bändern und Gelenken wie z.B.
  • Lumboischialgie ("Hexenschuss")
  • Bandscheibenvorfall
  • Beschleunigungstrauma (Schleudertrauma)
  • Schulter-Arm-Syndrom
  • Kniefunktionsstörungen
  • Funktionelle Gelenkblockaden
  • Chronische Schmerzen
  • Fibromyalgie
  • Arthrose
  • Skoliose
Beschwerden im Bereich des Kopfes mit Auge, Ohr und Kiefer wie z.B.
  • Migräne, Kopfschmerz, Schwindel
  • Kiefergelenkstörungen
  • Sehstörungen
  • Tinnitus
Funktionelle Organstörungen wie z.B.
  • Funktioneller Bluthochdruck (Hypertonie)
  • Funktionelle Herzrhythmusstörungen
  • Funktionelle Atembeschwerden (Asthma)
Störungen des vegetativen Nervensystems wie z.B.
  • Allgemeine Unruhe, Nervosität, Ticks
  • Schlafstörungen
Psychotraumatische Belastungen wie z.B.
  • Angst, mit Verspannungszuständen nach Unfall, Überfall, Gewalt, Missbrauch
  • Chronische emotionale Belastung
  • Burn-out-Syndrom (völlige seelische und körperlich Erschöpfung)
ADS/ADHS bei Kindern und Erwachsenen



Schmerz und Schonhaltung

Aus Sicht der Myoreflextherapie kann Schmerz auch als Ausdruck einer gestörten Bewegungsgeometrie verstanden werden. Schmerzen und degenerative Veränderungen entstehen unter anderem häufig aufgrund von funktioneller Fehl- oder Überbelastung, Bewegungsarmut sowie psychischer Belastung.

Die Schonhaltung verfolgt den Zweck, dem Schmerz auszuweichen, wodurch der schmerzhafte Bereich entlastet wird und Zeit für die Regeneration bekommt. Ist die Regeneration abgeschlossen, kann die ursprüngliche Haltung wieder eingenommen werden und alles ist im Gleichgewicht.

Kommt es jedoch nicht zur vollständigen Regeneration der ursprünglich betroffenen Bereiche, wird die Schonhaltung aufrecht erhalten. Durch die Störung der Bewegungsgeometrie aufgrund der Schonhaltung können nun sekundäre Beschwerden entstehen, welche die primäre Problematik überdecken.
Ein Teufelskreislauf mit weiteren Schonhaltungen und neuen Beschwerden entsteht.



Seelische Traumata

Was hier in Bezug auf den Körper beschrieben wird, kann auch auf seelische bzw. emotionale Schmerzen und Verletzungen sowie innere Schonhaltungen übertragen werden.

Innere und äußere Haltungen beeinflussen sich gegenseitig.

Über den Körper und dessen Muskulatur können auch seelische Schmerzen bzw. emotionale Beschwerden (Traumata) behandelt werden.








Literaturempfehlungen:

  • Sprache ohne Worte - Wie unser Körper Trauma verarbeitet und uns in die innere Balance zurückführt; Peter A. Levine; Kösel-Verlag
  • Die neue ADHS-Therapie - Den Körper entstressen, Ein Übungsbuch; Kurt und Reiner Mosetter; Patmos Verlagshaus
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